Entsäuern / Entschlacken

  • Warum überhaupt sollte entsäuert werden?

Jeder kennt es, jeder hat es und jedem fällt sein persönliches „Gift“ recht schnell ein:

Wir leben in einer schnellen Informationswelt; dank Handy und Internet sind wir 24 Stunden 7 Tage die Woche erreichbar. Damit wir das erhalten können, setzen wir uns oder lassen wir uns unter Zeitdruck setzen, haben Stress, sind oft negativ eingestellt und selten haben wir Zeit für Sport und gesunde Ernährung – auch wenn es immer wieder Hypes und Trends gibt, welchen wir vielleicht für 2 Monate folgen können, aber dann wieder in unser altes Muster fallen.

Unser Körper wird jeden Tag von äußeren Einflüssen aus unserer Umwelt ausgesetzt, die wir gar nicht immer umgehen können.

Dies sind z.B. Fast Food, Genussmittel, Medikamente, Drogerieprodukte, aber auch Elektrosmog und andere Umweltgifte.

Es gibt z.B. folgende natürliche Säuren im Körper:

  • Magensäure:

positiv bei ausgewogener Ernährung

negativ: zu viel Säureproduktion bei Stress und fetthaltiger Ernährung

  • Milchsäure:

positiv: bei angemessener sportlicher Bewegung;

negativ: zu viel Milchsäureproduktion bei übermäßiger Muskel-beanspruchung

  • Harnsäure:

positiv: bei angepasster fleischhaltiger Nahrung;

negativ: zu viel Harnsäure bei hohem Fleischkonsum

Was macht der Körper mit den Säuren:

Bei jedem Stoffwechselprozess werden in den Zellen unter anderem auch Säuren produziert, welche in einem ausgewogenen Körper zwar auch eingelagert, aber auch wieder abgebaut werden können. Das macht der Körper in dem er die Säuren mit einem Mineralstoff neutralisiert (Magnesium, Kalium etc.). Diese Verbindung daraus nennt man auch „Schlacke“. Haben Körper und Geist durch z.B. ungesunde Nahrung und schlechte Erlebnisse zu viel Stress, so wird zu viel Säure produziert, die sich nicht mehr abbauen und ausgeschieden werden kann, sondern sich einlagert und im Gewebe seine Endstation erreicht hat.

Was hat das nun mit Krankheiten zu tun?

Durch die vermehrte Einlagerung der Schlacken im Gewebe (Bindegewebe, Muskulatur etc.) entstehen oft Verhärtungen der Muskulatur und Gelenke können nicht mehr gut bewegt werden. Das hat zur Folge, dass der Körper mit Durchblutungsstörungen, Entzündungen und Schmerzen reagiert.

Was also ist aus naturheilkundlicher Sicht zu tun?

Die Schlacken sind aus dem Gewebe zu mobilisieren und zum Abbau gebracht zu werden. Hierbei werden über Ausleitungsverfahren die Ausscheidungsorgane gestärkt und aktiviert, so dass sie wieder in der Lage sind die Säuren auszuscheiden. Sowie wird das Gewebe durch manuelle Techniken (z.B. Massagen, Schröpfen usw.) mobilisiert und die Fließeigenschaft wird angeregt. Daraus folgt letztendlich die Ausscheidung der abgelagerten und für den Köper unnützen Stoffe.

Auch die Ernährung ist nicht ganz unerheblich und eine Umstellung auf eine basenreiche Kost ist an dieser Stelle indiziert.

Wo finden wir die basenreichen Nahrung?

Z.B in:

  • Gemüse (Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Grünkohl, Rotkohl, Kartoffeln, Linsen, Pilze, Sauerampfer, Sellerie, Spinat, Zwiebeln etc.)
  • Salate (Endivie, Feldsalat,etc.)
  • Wurzelgemüse
  • Obst


Säurebildende Nahrungsmittel sind:

  • Getreideprodukte
  • Tierische Produkte Fleisch / Wurst / Käse
  • Gezuckerte Produkte
  • Fertigwürzmischungen, Fertigsaucen
  • Fertiggerichte


An dieser Stelle möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es verschiedene Ansätze gibt. Sollten Sie basenreiche und säurebildende Nahrungsmittel im Internet recherchieren, so werden Sie auf verschiedene Äußerungen hierzu treffen. Dasselbe trifft auf die Literatur zu. Hier sollten Sie einen Weg einschlagen und ggf. auch austesten lassen, welche Lebensmittel für Sie gut sind und welche Sie meiden sollten (z.B. durch Unverträglichkeiten etc.)

Bei vielen Erkrankungen kann eine übersäuerte Stoffwechsellage festgestellt werden. Deshalb kann man eine Ausleitung zum Einstieg in die Behandlung als Türöffnen bezeichnen. Denn häufig gelingt es dadurch den Körper wieder in eine Reaktion zu bekommen und raus aus der Stagnation zu kommen.

Z.B.: kann die Ausleitung eingesetzt werden bei:

- Allergien, Unverträglichkeiten

- Verdauungsbeschwerden

- Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, Unkonzentriertheit

- Verspannungen, Krämpfe

- Rücken- und Gelenkschmerzen, Arthrose, Bandscheibenvorfälle

- Rheuma, Gicht, Diabetes II, Fibromyalgie

- begleitend bei allen medizinischen / schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Therapieformen